SCHNUPPIG

Spartipps für     Haushaltsplaner

copyright by Schnuppig

www.schnuppig.de

 

Idee und Design: Kerstin Kuppig

Entwicklung: Markus Schneider

 

 

 

 


Inhaltsverzeichnis

1        Was will und kann der Haushaltsplaner?   3

2        Wie arbeite und spare ich mit dem Haushaltsplaner?   6

2.1     Erster Monat 6

2.2     Zweiter Monat 7

2.3     Dritter Monat 8

3        Was tut der Haushaltsplaner nicht 9

 


 

1         Was will und kann der Haushaltsplaner?

Eine Einführung mit Spartipps

„Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig?“ Haben Sie sich diese Frage auch schon so manches Mal gestellt?

Man hat das Gefühl, das Geld rinnt einem nur so zwischen den Fingern davon. Der Euro wird als Teuro empfunden.  Dass Kleinvieh auch Mist macht, mag man so recht nicht glauben wollen. „Über Geld spricht man nicht, Geld hat man“, sagte man früher. Heute sprechen (fast) alle über Geld und haben dabei immer zu wenig davon, obwohl alle den Cent ehren.

 

*       Sie haben bislang ihr gesamtes Einkommen in einen Topf geworfen und sich daraus für alles, was bezahlt werden musste,            bedient?

*       Sie wundern sich, wo das Geld im Laufe eines Monats wieder geblieben ist?

*       Sie wollen sich einen Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben verschaffen?

*       Sie wollen ihre Konten verwalten?

*       Sie haben sich entschieden verantwortlicher und bewusster mit ihrem Geld umzugehen?

*       Sie wollen etwas an ihrem (Konsum-) Verhalten ändern und den einen oder anderen Euro sparen?

*       Sie sind am ende des Jahres auf der Suche nach steuerrelevanten Belegen?

*       Sie fragen sich, warum der Nachbar mit einem weitaus geringeren Einkommen, sich das neue Auto leisten konnte und sie nicht?

Wenn Sie auch nur eine Frage mit „Ja“ beantwortet haben, dann ist der HAUSHALTSPLANER genau das Richtige für Sie!

Dieses Haushaltsprogramm will Ihnen dabei helfen, bares Geld zu sparen. Mit einem Zeitaufwand von nur ca. drei Minuten täglich haben Sie innerhalb kürzester Zeit Ihre Finanzen im Griff und nicht mehr die Finanzen Sie.

Bereits nach wenigen Tagen verhelfen Ihnen ihre Eingaben zu einem Überblick wie viel Geld sie wofür ausgegeben haben. Seien Sie dabei bitte so genau wie möglich mit Ihren Eingaben – vor allem dann, wenn Sei sich bisher auch immer gewundert haben, wohin ihr Haushaltsgeld verschwindet. Selten sind es die großen Ausgaben, die uns überraschen, weil wir größere Anschaffungen ja doch meist planen. Aber auf einmal merken wir, was sich alles addiert, wenn ich die Zeitung am Kiosk, das Brötchen in der Mittagspause, das Bier in der Kneipe etc. aufschreibe. Da wird Kleines in der Summe am Monatsende vielleicht doch groß oder zumindest größer als gedacht.

*       Haushaltsplaner will ihnen helfen, aufzuspüren, wofür sie tatsächlich wie viel Geld ausgeben. Dadurch zeigt er Ihnen langfristig auch, wo Sie bewusst noch Einsparungen vornehmen können.

*                   Tipp: Fragen Sie sich doch mal vor jedem Kauf, brauche ich das wirklich oder gönne ich mir das jetzt? Na, beeinflusst das Ihr Kaufverhalten vielleicht in dem einen oder anderen Fall? (Natürlich sollte man sich hin und wieder auch etwas gönnen; dagegen ist nichts zu sagen, so lange Ihr Konto im Plus ist.)

*       Haushaltsplaner will Ihnen helfen, regelmäßig Rücklagen zu bilden. „Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“, heißt ein bekanntes Sprichwort.

*                   Tipp: Legen Sie jeden Monat bestimmte Festbeträge in verschiedene Rücklagen wie z.B. Rücklage Auto, Rücklage, Haus, Rücklage Anschaffungen, Rücklage Urlaub. Tasten Sie diese Rücklagen nicht an. Wenn Sie dann z.B. eine neue Waschmaschine anschaffen müssen, schauen Sie wie viel in der Rücklage Haushalt „angespart“ ist. Rücklagen haben gegenüber einem allgemeinen Sparkonto den Vorteil, dass Sie zielorientiert sparen.

*       Haushaltsplaner will Sie davor bewahren, in die Schuldenfalle zu tappen. Deshalb ist eine Vorwarngrenze eingebaut, deren Höhe Sie selbst bestimmen können. Sinkt ihr Guthaben unter diesen Betrag werden Sie gewarnt und müssen nun Ihre Ausgaben drastisch einschränken - je nachdem wie viel Tage es noch sind, bis wieder eine verlässliche Einnahem wie z.B. Ihr Gehalt zu erwarten ist.

*                   Tipp: Legen Sie von allen Einnahmen, die sie monatlich haben und von allen Extra-Einnahmen (z.B. den 50 Euro von der Oma zum Geburtstag) 10 % zur Seite. Sie werden sich wundern, was da mit der Zeit anwächst. Dieses Geld steht Ihnen dann für einen Extrawunsch zur Verfügung. Geld, was ansonsten im großen Topf untergegangen wäre. Aber seien Sie bitte konsequent und rühren dieses 10% Konto nicht an, bevor eine von Ihnen vorher festgesetzte Summe erreicht ist.

*       Haushaltsplaner will Ihnen zu einem bewussten Umgang mit Ihrem Geld verhelfen. Deshalb können Sie sich alle monatlichen Einnahmen anzeigen lassen oder alle monatlichen Ausgaben. Sie können sich auch beides zusammen anzeigen lassen und sehen so den aktuellen Kontostand. Besonders hilfreich ist die Gegenüberstellung von Ein- und Ausnahmen, die Ihnen einen schnellen Überblick und Vergleich verschafft. Liegen Ihre Sie  entweder wie man so sagt „über Ihre Verhältnisse“ oder es hat unvorhergesehene not-wendige Ausgaben gegeben. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und vor allem überlegen Sie, wie Sie es schaffen können nur so viel Geld auszugeben, wie Ihnen auch tatsächlich zur Verfügung steht.

*                   Tipp: Tipps zum Geldsparen gibt es im Internet in Hülle und Fülle. Sie reichen vom Wechsel der Versicherungen bis zur Empfehlung das Auto, wann immer es geht, stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen (was außerdem noch der Gesundheit zugute kommt). All diese Spartipps sind nicht weltbewegend neu, aber wir müssen sie noch mal neu in uns bewegen, damit wir uns auch danach richten: Belassen Sie z. B. keine Geräte im Standby-Modus – das kostet unnötig Strom. Lassen Sie beim Duschen das Wasser nicht ununterbrochen laufen, sondern schalten Sie die Brause aus, während Sie sich einseifen – das spart Wasser. Lüften Sie Ihre Wohnung dreimal täglich für 5 Minuten mit weit geöffneten Fenstern und schalten Sie dazu die Heizung ab. Das ist effektiver als die Fenster auf Dauerkipp stehen zu haben und die warme Heizungsluft nach draußen zu transportieren. Studieren Sie am Wochenende die zahlreichen Prospekte, die einem ins Haus flattern nach Angeboten und besuchen Sie für verschiedene Artikel verschiedene Geschäfte, wenn sie diese woanders günstiger bekommen. Besuchen Sie den Wochenmarkt kurz vor Ende, da bekommt man vieles günstiger. Bücken Sie sich in den Geschäften, um in die unteren Regale zu schauen, da werden meist vergleichbare Produkte zum günstigeren Preis angeboten. Beachten Sie die Packungsgrößen! Gehen Sie nie hungrig einkaufen. Schreiben Sie sich eine Einkaufsliste und kaufen Sie auch nur das, was da drauf steht. Beachten Sie bei größeren Anschaffungen, dass das Billigste nicht immer das Günstigste ist, sondern setzen Sie auch auf Qualität. Was nützt es Ihnen, wenn das Billiggerät nach drei Monaten kaputt ist und Sie dann schon wieder ein Neues kaufen müssen; letztendlich legen Sie dann drauf.

Und denken Sie daran: Schlaufüchse haben nichts mit Pfennigfuchsern zu tun. Zwischen einer sparsamen Lebensweise und Geiz ist ein himmelweiter Unterschied.

*       Haushaltsplaner verwaltet Ihre virtuellen Konten.

*                   Tipp: Meine Oma hatte früher einen Milchkrug im Küchenschrank stehen, in dem sich das gesamte Haushaltsgeld befand, dass sie monatlich ausgeben konnte. Damit musste sie „wirtschaften“. Dieser hatte den Vorteil, dass man irgendwann auf den Boden des Kruges sehen konnte und wusste, dass das Geld zur Neige ging. Im Zeitalter von elektronischer Kontoführung und Plastikgeld steht uns jederzeit Geld zur Verfügung – selbst dann wenn unser Konto schon längst im Minus ist, weil uns jede Bank obendrein noch einen Dispo einräumt, solange wir regelmäßige Einkünfte haben. So bequem, so gefährlich ist das auch. Deshalb raten z.B. viele Schuldnerberater als erstes, sich von der Scheckkarte zu trennen und wieder bar zu bezahlen, damit man sieht, was man wirklich im Geldbeutel hat. Haushaltsplaner basiert im weitesten Sinne auf diesem Milchkrug-Prinzip ohne auf die Annehmlichkeiten von Homebanking und Geldautomaten verzichten zu müssen. Mit Haushaltsplaner geben sie nur soviel Geld aus, wie Ihnen monatlich zur Verfügung steht; sie erkennen bald die großen „Geldfresser“, verschaffen sich kleine Polster und kommen nach und nach zu einer realistischen Einschätzung wie viel Geld sie für welchen Posten/Kategorie benötigen.

 

 

2         Wie arbeite und spare ich mit dem Haushaltsplaner?

            Eine Schritt- für- Schritt- Anleitung

2.1         Erster Monat

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick

Schauen Sie sich auf der Maske mit den Einstellungen die Liste der Kategorien an. Kategorien sind Posten, für die sie Geld ausgeben können. Die wichtigsten Kategorien sind bereits voreingestellt; die Liste ist von Ihnen beliebig erweiterbar. Alle Kategorien sind bestimmten Hauptkategorien (Haushalt, Auto/Verkehr, Haus/Wohnen, Kinder…..) zugeordnet. Sie haben jederzeit die Möglichkeit eine Unterkategorie einer anderen Hauptkategorie zuzuordnen.

Beispiel: Wir haben die Ausgaben für Kleidung der Hauptkategorie Haushaltssausgaben zugeordnet. Sie können die Ausgaben für Kinderkleidung aber genau so gut der Hauptkategorie Kinder zuordnen.

Die Änderung nehmen Sie wie folgt vor:

Ordnen Sie nun ihre täglichen Ausgaben diesen Kategorien zu. Und bitte seien Sie beim Aufschreiben akribisch. Das erfordert am Anfang eine gewisse Umstellung, zahlt sich aber im wahrsten Sinne des Wortes später aus.

Finden Sie Ihren eigenen Weg, Ihre Ausgaben aufzuschreiben:

*       Schreiben Sie nach jeder getätigten Ausgabe direkt einen Vermerk. Das ist zwar umständlich, empfiehlt sich aber bei einem unreflektierten Umgang mit Geld oder bei Geldsorgen und bewahrt Sie davor, etwas zu vergessen.

*       Nehmen Sie sich am Abend einige Minuten Zeit und gehen in Gedanken Ihren Tagesverlauf noch mal unter dem Gesichtspunkt durch: Wann habe ich wofür Geld ausgegeben bzw. Geld bekommen? Tragen Sie diese Ausgaben bzw. Einnahmen ein.

Wenn Sie konsequent Tag für Tag Ihre Einnahmen und Ausgaben aufschreiben, haben sie bereits nach einem Monat einen ersten Überblick darüber

*       wofür Sie Ihr Geld ausgegeben haben,

*       wie viel Geld Ihnen tatsächlich zur Verfügung stand,

*       ob sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten,

*       wie viel Geld Sie in welcher Kategorie ausgegeben haben,

*       welche Kategorie den Bärenanteil Ihres Geldes verschlingt

Bereits im zweiten Monat ist ein Vergleich zum Vormonat möglich. Sind die Ausgaben in einer Kategorie drastisch gestiegen oder gesunken, fragen Sie sich bitte warum dies so ist (im Januar sind z.B. viele Versicherungen fällig) und überlegen Sie, was sie tun können.

 

2.2         Zweiter Monat

Legen Sie einen Haushaltsplan an.

Geben Sie dazu als Verfügungsrahmen die Summe ein, die Sie als sichere Einnahme in diesem Monat zur Verfügung haben werden. Verteilen Sie nun dieses Geld auf die einzelnen Hauptkategorien; denken Sie auch an die einzelnen Rücklagen. Nehmen Sie sich hierfür etwas Zeit und überlegen Sie welche Beträge für die einzelnen Kategorien realistisch sein könnten. Vergleichen Sie dazu auch mit dem Vormonat; eventuell korrigieren Sie Ihren Haushaltsplan im dritten Monat noch einmal. (Eine monatliche Korrektur ist nicht angeraten!) Versuchen Sie mit diesen Budgets zu wirtschaften.

Wenn Sie am Monatsende die einzelnen Budgets nicht ganz aufgebraucht haben, haben Sie etwas gespart. Legen Sie diesen Betrag auf Ihrem virtuellen Sparkonto an und übertragen Sie das Geld nicht in den nächsten Monatshaushalt. Mit dem Geld von diesem Sparkonto können Sie nach Bedarf z.B. die Rücklagenkonten auffüllen, wenn die Rücklage noch nicht genügend Geld für z.B. die Anschaffung eines Möbelstückes enthält.

Eventuell entscheiden Sie sich zusätzlich auch gleich zu Monatsbeginn dafür, einen bestimmten Sparbetrag in Ihrem Haushaltsplan einzukalkulieren.

 

 

 

2.3         Dritter Monat

Seien Sie konsequent

Schreiben Sie jede „Kontobewegung“ auf. Achten Sie darauf, dass keines Ihrer „Kategorie-Konten“ ins Minus läuft.

Schauen Sie sich die Übersicht über Ihre Ausgaben der letzten zwei Monate in den einzelnen Kategorien an. Für welche Kategorien haben Sie ungefähr gleich viel Geld ausgegeben? Welche Kategorien sind unverändert hoch?

Entscheiden Sie sich, wo Sie mit dem Sparen anfangen wollen. Es sollte eine Kategorie sein, bei der sich auch sparen lässt. Suchen Sie sich eine Kategorie für die Sie monatlich viel ausgeben, was nicht unbedingt sein muss. Zum Einstieg ins Sparen eignen sich v.a. die Kategorien Freizeit, Haushalt…..Bedenken Sie dabei, dass Sparen nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit großen Entbehrungen. Fangen Sie einmal im Kleinen an: Tut es am Abend mit meinem Partner auch die TK-Pizza oder muss es unbedingt der Pizzaservice sein? Kann ich mir ein bestimmtes Buch auch in der Bibliothek leihen oder muss es unbedingt in meinem Bücherregal stehen? Fernsehabend oder Kino? Wie sieht es aus mit der Vorratshaltung von Angebotsartikeln?

 

3         Was tut der Haushaltsplaner nicht

Wichtige Hinweise

Der Haushaltsplaner hat keine Verbindung zu Ihren echten Bankkonten. Mit dem Haushaltsplaner verwalten Sie lediglich virtuelle Konten auf der Basis Ihres tatsächlichen Barvermögens. Daher kann es z.B. vorkommen, dass Ihr Monatssaldo des Haushaltsplaners von Ihrem realen Bankkonto abweicht. (Das passiert z.B. wenn das Eintragen von Ausgaben oder Einnahmen vergessen wurde.) Überprüfen Sie daher bitte am Monatsende Ihr tatsächliches Bankkonto, um Abweichungen aufzuspüren.

Mit dem Haushaltsplaner verhält es sich ähnlich wie mit einer Diät. Allein durch das Abnehmen wollen, wird noch kein Erfolg erzielt; der stellt sich erst ein, wenn sich etwas an unserem Essverhalten und unserer Lebensweise ändert.

Allein durch das Aufschreiben der Ausgaben sparen Sie noch nicht. Wenn Sie aber konsequent Ihre Rücklagen bilden, Ihre Konten verwalten, übermäßige und unwichtige Ausgaben aufspüren, Ihre Ausgaben und Einnahmen im monatlichen Vergleich anschauen dann kann der Haushaltsplaner so genannte „Geldfresser“ aufspüren. Wenn Sie daraus resultierend Ihren Umgang mit dem Ihnen zur Verfügung stehenden Geld ändern, wird der Haushaltsplaner eine wichtige Stütze beim bewussten Umgang mit Ihrem Geld sein und sicher helfen, das ein oder andere einzusparen.